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Warnung vor der Verwendung von Natriumchlorit

Dringende Warnung vor der Verwendung von Natriumchlorit -"MMS"- als Heilmittel

Der Bundesverband autismus Deutschland e.V. möchte die von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft verbreitete Warnung vor dem Natriumchlorit-Präparat "MMS" (Mineral Miracle Supplement) zum Anlass nehmen, um erneut auf die schwerwiegenden Gesundheitsgefahren, verursacht durch die Einnahme bzw. Verabreichung des angeblichen "Wundermittels", aufmerksam zu machen.

Im Download finden Sie dazu auch die Erklärungen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus denen die kritische Einstufung des BfArM zum Vertrieb und zur Anwendung dieser Produkte deutlich hervorgeht. Der Regionalverband autismus Rhein-Wupper hat dazu das angefügte Informationsblatt herausgegeben.

Derzeit in der ARD-Mediathek noch abrufbar sind die folgenden Beiträge: "Wer stoppt das Geschäft mit dem gefährlichen "Wundermittel" MMS" in "Kontraste vom 16.04.2015   http://www.ardmediathek.de/tv/Kontraste/Wer-stoppt-das-Gesch%C3%A4ft-mit-dem-gef%C3%A4hrli/Das-Erste/Video?documentId=27736562&bcastId=431796"Gefährliche Quacksalber - wie MMS-Anhänger Kinder verätzen" in "defacto" vom 07.06.2015 http://www.ardmediathek.de/tv/defacto/Gef%C3%A4hrliche-Quacksalber-Wie-MMS-Anh%C3%A4ng/hr-fernsehen/Video?documentId=28776388&bcastId=3437388

 

Informationsschreiben der Berliner Senatsverwaltung:   

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit mehreren Jahren wird in Deutschland und wie wir annehmen müssen, auch in Berlin, für Chlordioxid als Heilmittel gegen Autismus geworben. Zunächst wurde es als MMS (Miracle Mineral Supplement) vertrieben, nach Eingreifen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte, das das Mittel im Mai diesen Jahres als verschreibungspflichtig und bedenklich einstufte, darf es zwar als Medikament in Deutschland nicht mehr frei verkauft werden, der Wirkstoff ist aber z. B. als Mittel zur Trinkwasseraufbereitung weiterhin erhältlich und auf diversen Internetseiten, auf YouTube und in entsprechenden Facebook-Gruppen gibt es auch für Laien gut nachvollziehbare Hinweise zur Anwendung.

Autismus wird als Folge von Darmparasiten erklärt und als Therapie wird die Anwendung des Mittels als Einlauf empfohlen. Da diese Therapie nicht nur, wie viele andere, wirkungslos ist, sondern zu schwerwiegenden Gesundheitsschäden z. B. durch eine Verätzung der Darmschleimhaut, führen kann, bitten wir Sie, Ihre MitarbeiterInnen, die mit den Familien von Kindern in Kontakt stehen, bei denen Autismus diagnostiziert wurde, auf dieses „Heilmittel“ hinzuweisen, so dass diese die Familien ggf. vor einer Anwendung warnen können.

Im Anhang finden Sie weiterführende Informationen, Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung und auch über eine Rückmeldung ihrerseits, z. B. wenn Sie Erkenntnisse über die Verbreitung oder Werbung für dieses Mittel haben, würden wir uns freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Schachtsiek

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und WissenschaftLeitstelle für SektenfragenIII B 4 schBernhard-Weiß-Str. 610178 BerlinFon: 030/90227-6597Fax: 030/90227-5031

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